Die 10 besten Tipps für die Landschaftsfotografie (Einsteiger-Guide)

Die 10 besten Tipps für die Landschaftsfotografie (Einsteiger-Guide)

Die 10 besten Tipps für die Landschaftsfotografie (Einsteiger-Guide)

Im heutigen Beitrag zeige ich meine 10 besten Tipps für die Landschaftsfotografie als kleinen Einsteiger-Guide in die Fotografie.

Vielleicht sogar der einzige den Du brauchen wirst. Ehrlich, praktisch und ohne großes Gelaber, versprochen!

Der Prolog zu den Einsteigertipps

Immer mal wieder höre ich Sätze wie „Ich wünschte ich könnte genauso schöne Bilder machen“.

„Hast Du nicht ein paar Tipps für die Landschaftsfotografie für mich?“

Meine Antwort: „Kannst Du auch. Tipps für die Landschaftsfotografie bekommst Du auch“.

Ja klar … Aber nein, ich meine das ernst. Es gibt keine Geheimnisse. Kein zwingend notwendiges Talent.

Alles was es braucht ist ein gutes Auge und ein bisschen Wissen zur Technik.

Ich kann mich nicht erinnern, mich wirklich intensiv mit der Fotografie beschäftigt zu haben.

Ich habe mir eine Kamera gekauft, bin losgezogen, habe Bilder gemacht und bearbeitet und einfach ausprobiert.

Und während Andere noch über Drittel-Regeln und den goldenen Schnitt philosophieren, habe ich meine ganze eigene Umsetzung entwickelt.

Alles vermutlich recht nah an den „Fotografieregeln“, denn irgendwie kommen die Bilder ja gut an, aber warum? Keine Ahnung.

Einfach so fotografieren wie es DIR gefällt, denke ich mir immer.

Mit diesem Ansatz möchte ich Euch heute die Tipps zeigen, die mich in der Landschaftsfotografie wirklich nach vorne gebracht haben.

Ganz unbewusst, ohne große Theorie, ohne viel Gerede …

Und ja es ist noch so eine Liste … Da steht doch eh wieder das Gleiche drin wie überall. Ja irgendwie schon, aber doch anders!

Einfach weil der Fokus ein anderer ist. Wie schon gesagt geht es mir mehr um Tipps, die jeder für sich anwenden kann.

Denn Fotografie ist ein persönliches Element. Ich fotografiere weil ich Bilder festhalten möchte. Dir gefallen die Bilder? Perfekt!

Dir gefallen die Bilder nicht? Schade, vielleicht gefallen sie Dir im nächsten Beitrag.

Die 10 besten Tipps für die Landschaftsfotografie

Lasst uns gleich loslegen mit den Tipps!

  1. Die „richtige“ Ausrüstung
  2. Die grundlegenden Kameraeinstellungen
  3. Auch mal Motive klauen
  4. Alles eine Frage der Perspektive
  5. Blumen im Rucksack?
  6. Mit dem Licht steht und fällt oft alles
  7. „Schlechtes Wetter“ ist dein Freund!
  8. Wasser in der Nähe? Ein ganzer See? Gut!
  9. Bildbearbeitung? Zu kompliziert?
  10. Entdecke die Natur, sei kein Instagram-Lemming

 

Tipp #1: Die „richtige“ Ausrüstung

Ich habe Dir gesagt, dieser Beitrag wird etwas anders.

Und hier die steile These und vielleicht einer der überraschenden Tipps für die Landschaftsfotografie: die Ausrüstung ist völlig egal.

Okay sicher nicht zu 100 % egal, aber es gibt genug Leute, die auch mit Smartphones echt schöne Bilder hinbekommen.

Wo ist der Unterschied? Du kannst das Bild vielleicht auf keine Plakatwand drucken, aber wer will das denn schon?

Der normale outdoor-begeisterte Hobbyfotograf tendenziell eher nicht.

Hier ein paar Impulse zum Nachdenken:

  1. Setze Dir ein Budget. Es gibt so ziemlich für jedes Budget etwas passendes. Ob es 500 €, 1.000 €,  5.000 € oder sogar 10.000 € sind. Als Einsteiger merkst Du den Unterschied eh nicht.
  2. Weniger ist mehr. Du gehst gerne Wandern? Dann erstmal keine drei Objektive, sondern eine solide Brennweite im Bereich 12-100 mm. Mehr braucht es für den Anfang nicht!
  3. Lieber Festbrennweiten als Zoom Objektive? Nein. Zoom-Objektive haben vielleicht die etwas schlechtere (geschlossenere Blende) aber wen juckt’s? Lieber ein Objektiv als drei.
  4. Stativ? Wozu? Ich brauche es nicht. Auch kein Fernauslöser. Klappt auch alles wunderbar ohne, auch zum Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.
  5. Filter? Kann man machen, habe ich mal ausprobiert und für nicht notwendig empfunden. Sieht auch so alles gut aus finde ich.
  6. Handy reicht? Kommt auf Dein Ziel an. Schöne Instagram Bilder? Absolut. Blogbeiträge? Hab ich auch schon gemacht, hat keiner gemerkt. 5×5 Meter Plakatwand? Eher nein!

Die Möglichkeiten nach oben sind unbegrenzt, insbesondere preislich. Und ganz ehrlich: 98 % davon wirst Du nicht brauchen.

Bis man wirklich an der Grenze ist, braucht es schon einiges an Übung und Herausforderungen, die für die „normale“ Kamera zu hoch sind.

Sonnenaufgang auf der Brecherspitze am Spitzingsee

 

Als Zeit- oder Blendenautomatik werden Belichtungsautomatiken bei Kameras genannt, bei der die Blendenzahl oder die Verschlusszeit manuell eingestellt wird. Die Kamera stellt dann automatisch die anderen Einheiten ein. (ISO, Blende, Verschlusszeit)

Tipp #2: Die grundlegenden Kameraeinstellungen

„Du musst unbedingt im manuellen Kameramodus fotografieren“ ist wohl der häufigste der Tipps für die Landschaftsfotografie.

Okay, hab ich gemacht. Super unpraktisch … Alternativvorschlag: Lass die Technik für Dich arbeiten. 

Muss ja nicht gleich ganz im „P-Modus“ sein, aber probier’s doch mal mit der Blenden- oder Zeitautomatik.

Ich stell immer nur die Blende ein, und leg dann los. ISO und Zeit alles automatisch.

Ich will mich doch auf die Natur konzentrieren und nicht dauernd auf die Kamera schauen und ewig rumhantieren.

Und ja, die Bilder sind qualitativ am hochwertigsten bei ISO 100, Blende 8-11 und mindestens 1/60 Verschlusszeit (Verschlusszeit zumindest falls aus der Hand fotografiert wird, auf einem Stativ natürlich auch länger möglich).

Aber nochmal: Wofür fotografierst Du? Hast Du jemals ein übertriebenes Rauschen auf meinen Bilder bemerkt?

Hat es Dich gestört? Mich nicht. Sieht es auf DIN A2 auf einem Kalender trotz ISO 3200 gut aus? Absolut! Sagt zumindest meine Mama 😉

Fazit: natürlich gehört es auch dazu sich mit den Themen und Einstellungen auseinanderzusetzen.

Für mich war das einfach ausprobieren und lernen und nicht dem romantischen Zauber erliegen, den andere Fotografen verkünden wollen.

Wandern über dem Nebel auf dem Ettaler Manndl
ISO 3200 | 80 mm | f/4,0 | 1/400

Tipp #3: Auch mal Motive klauen

Es gibt kein Bild auf dieser Welt was es nicht schon mal gegeben hat. Klar stimmt nicht immer aber ganz schön oft.

Mit diesem unromantischen Start wird es gleich noch schonungslos pragmatischer.

Die besten Bilder habe ich zu Beginn gemacht, indem ich versucht habe ein Bild, das mir gut gefallen hat, 1:1 nachzumachen.

Auf der Suche nach der richtigen Perspektive merkst Du recht schnell, was komisch aussieht.

Vielleicht ist es Dir zu Beginn noch nicht klar, aber irgendwann bekommst Du das Gefühl, was an dem Bild richtig gut aussieht.

Ich war ganz oft mit Freunden unterwegs, die schon länger fotografieren, hab sie beobachtet, nachgemacht und meine Schlüsse daraus gezogen.

Andere nennen es „lass dich inspirieren“, ich sage klau Perspektiven, Motive und was Dir alles unterkommt.

Und vor allem: Probier alles aus!

 

Tipp #4: Alles eine Frage der Perspektive

Das schönste Motiv sieht schlecht in Szene gesetzt einfach bescheiden aus.

Lauf von links nach rechts, von oben nach unten. Streck dich, leg Dich auf den Boden und so weiter.Ich habe es gerade schon gesagt: probier Dich aus.

Wie auf der Bierbank beim Bobfahren …

Du wirst recht schnell ein Gefühl dafür bekommen, was gut aussieht und was nicht.

Wenn Du Dir eine Drohne kaufen willst umso besser, von oben sieht alles nochmal ganz anders aus.

Der Perspektivwechsel ist einer der naheliegenden aber sehr wichtigen Tipps für die Landschaftsfotografie.

Sonnenaufgangswanderung am Hinteren Sonnwendjoch von der Ackernalm aus

 

Tipp #5: Blumen im Rucksack?

Du denkst Dir: Hä? Was will der denn jetzt?

Tipps für die Landschaftsfotografie Vordergrund macht Bild gesund und all die Sprüche spare ich mir an dieser Stelle. Nur soviel sei gesagt. Such Dir einen Vordergrund, im Instagram-Deutsch Frame. Das können Steine, Blumen, Wiesen oder sonst was sein.

Tipps für die Landschaftsfotografie

Vordergrund macht Bild gesund und all die Sprüche spare ich mir an dieser Stelle. Nur soviel sei gesagt. Such Dir einen Vordergrund, im Instagram-Deutsch Frame. Das können Steine, Blumen, Wiesen oder sonst was sein.

 

Tipp #6: Mit dem Licht steht und fällt oft alles

Kleiner Nebentipp: Wenn Du „Ort Sonnenaufgang“ googlest wird Dir in der Regel die Uhrzeit angezeigt, zu der die Sonne voll sichtbar ist. Plane also lieber 30 – 60 Minuten früher ein, damit Du auch ausreichend Zeit hast, Dir einen guten Fotospot auszusuchen.

Zum einen hat es eine viel schönere Farbe, denn in der Regel verfärbt sich der Himmel in ein goldenes Licht.Ich erzähle Dir vermutlich nichts neues, wenn ich Dir sage, dass das Licht natürlich besonders schön zum Sonnenaufgang und Sonnenuntergang ist.

Zum anderen ist das Licht viel weicher. Schatten sind nur dezent vorhanden und nicht so hart wie zur Mittagssonne.

Das wirkt harmonischer und ist vor allem bei der späteren Bildbearbeitung deutlich angenehmer.

Ein weiterer positiver Aspekt: nur die wenigsten Menschen stehen so früh auf.

So trifft man selbst am überlaufenen Eibsee zum Sonnenaufgang nur wenige Menschen.

Aber auch zur Mittagssonne hat man noch die Chance auf tolle Bilder. Probier doch einfach mal den Unterschied aus.

Du wirst schon merken, was Dir besser gefällt.

Fotospots am Eibsee zum Sonnenaufgang

Tipp #7: „Schlechtes Wetter“ ist Dein Freund

Wolken am Himmel? Gut!

Leichter Nieselregel? Gut!

Nebel? Gut!

Eiskalte Nacht im Herbst? Gut!

Wie meine Mama immer sagte: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“. Ja hat sie Recht gehabt!

Aber Spaß beiseite. Für mich ist Landschaftsfotografie nicht Sonnenstern, blauer Himmel und maximale Farbsättigung.

Für mich ist Landschaftsfotografie auch Nebel, Wolken, Regen und mystische Stimmungen.

Bilder, die man so nicht unbedingt in jedem Tourismus-Reiseführer sieht, sondern sich durch einen Charakter auszeichnen, der irgendwie anders ist.

Das heißt nicht, dass das andere schlecht ist, ich mag es nur einfach nicht.

Auch hier also wieder einer der wichtigsten Tipps für die Landschaftsfotografie: Probier es aus und mach was Dir gefällt.

Ist doch egal was die anderen machen.

Wenn Du gerne Pilze beim Sonnenaufgang fotografierst, Go for it!

TOP 10 Fotospots in Bayern – Der Sylvensteinspeicher

Tipp #8: Wasser in der Nähe? Ein ganzer See? Gut!

Ich liebe Seen! Genauer gesagt die Spiegelung.

Sie verleiht dem Bild Ruhe. Lässt sich perfekt in das Fotomotiv einbauen und kann die Kreativität anregen.

Insbesondere an Seen habe ich wohl das Fotografieren gelernt, bzw. mir selbst beigebracht.

Die 5 schönsten Seen in Bayern – Fotospots am Eibsee zum Sonnenaufgang

Tipp #9: Bildbearbeitung? Zu kompliziert?

Ein Lightroom-Preset ist eine Konfiguration von Einstellungen, mit der ein bestimmtes Aussehen oder ein bestimmter Stil Ihres Fotos erreicht werden soll. Diese Einstellungen können mit einem Klick angewendet werden.

Man muss ja nicht gleich eine Wissenschaft daraus machen. Klar gibt es unglaublich viele Möglichkeiten in Photoshop und wie sie alle heißen.Nö. Eigentlich nicht.

Aber brauchst Du das?

Nein, ich denke nicht. Adobe Lightroom reicht hier völlig.

Ein paar Regler nach Links oder rechts ziehen und schauen was passiert. Klingt jetzt sehr einfach und im Prinzip ist es das auch.

Aber es braucht doch einiges an Übung und Zeit bis man wirklich zufrieden ist mit dem Ergebnis.

Durch muss man da aber sowieso. Es gibt zwar zahlreiche Presets zum Kauf von verschiedensten Fotografen und Unternehmen aber lass die Finger davon.

In 90% der Fälle passt ihr das Bild danach sowieso noch an weil es niemals auf jede Situation passt.

Schau Dir ein paar Videos auf YouTube an und probiert auch hier einfach viel aus.

Oft übertrieben teure Presets frusten nur. 

Da heißt es dann ich zeige Euch die besten Tipps für die Landschaftsfotografie aber kauft doch gleich auch meine Presets …

Entwickle Deinen eigenen Stil und baue Dir deine eigenen Presets mit Einstellungen, die Du oft verwendest.

Sonnenaufgang am Hechtsee in Tirol

Tipp #10: Entdecke die Natur, sei kein Instagram-Lemming

Ich weiß ich weiß … Grade vorhin habe ich noch gesagt: Klau von anderen, schau was Dir gefällt und mach das worauf Du Bock hast …

Der letzte meiner 10 Tipps für die Landschaftsfotografie … genieße die Natur! Respektiere die Natur!

Hinterlasse keinen Müll, schätze die Natur und den Ort, den Du fotografieren möchtest.

Sauge die Momente auf und leg auch mal bewusst die Kamera weg.

Mir hilft das immer unglaublich. Natürlich nicht fotografisch, sondern für Geist und Seele 🙂

Und „sei kein Instagram-Lemming“. Was ich damit meine: hinfahren, aussteigen, Bild machen, einsteigen, weiterfahren.

Natürlich macht das jeder Mal aber ist das wirklich der Sinn der Landschaftsfotografie? Für mich zumindest nicht.

Aber das findet jeder ganz persönlich für sich selbst heraus.

Die Drei Zinnen in den Dolomiten sind mein persönliches Highlight einer jeden Fototour

Ich hoffe Dir haben diese Tipps für die Landschaftsfotografie gefallen und geholfen.

Ich hab einiges natürlich etwas überspitzt und teils vielleicht auch ins Lächerliche gezogen.

Aber es ist keine Raketenwissenschaft. Jeder kann Fotografie lernen und es gibt kein richtig und falsch.

Mach das was Dir gefällt. Nicht mehr, nicht weniger.

Liebe Grüße
Stefan

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