Schloss Lichtenstein Wandern und Fotografie

Einige werden es auf Instagram bereits gesehen haben. Darum mache ich es an dieser Stelle ganz kurz. Der dritte Teil meiner Trilogie in Baden-Württemberg endete am Schloss Lichtenstein. Wer die zwei vorherigen Stopps verpasst haben sollte, im Folgenden die Links, ansonsten starten wir direkt weiter.
>Stopp 1: Blautopf<
>Stopp 2: 40 Meter Wasserfall in Bad Urach<

Aussichtspunkt Schloss Lichtenstein

Vom Wasserfall in Bad Urach haben wir uns also auf den ca. 25-minütigen Fahrtweg gemacht zum Schloss Lichtenstein. Genauer gesagt auf den Berg gegenüber, den Traifelberg. Im Folgenden zeige ich Euch bereits die Übersichtskarte.

Uebersichtskarte Schloss Lichtenstein Wandern

Um an den Aussichtspunkt/ Spot 1 zu gelangen, parkt Ihr am Besten direkt am Fuße des Traifelbergs. Von dort aus gelangt Ihr über die eingezeichnete Route in ca. 15-20 Minuten zum Aussichtspunkt. Somit habt Ihr auch gleich das erste kleine „Schloss Lichtenstein Wandern“ hinter Euch. Oben angekommen heißt es dann direkt Kamera auspacken und Stativ aufbauen. Zum Glück hatten wir noch genug Licht, was beider Wolkendecke gar nicht so selbstverständlich war.

Framing am Schloss Lichtenstein nach kurzem Schloss Lichtenstein Wandern

Traumhafte Winterstimmung am Schloss Lichtenstein, Aussicht vom Traifelberg nach kurzem Schloss Lichtenstein Wandern

Anfahrt Schloss Lichtenstein

Nachdem die ersten Bilder im Kasten waren, sind wir direkt in Richtung Schloss aufgebrochen. Jedoch nicht, ohne davor noch das ein oder andere Bild der traumhaften Straßen zu fotografieren. Kurvenreich ziehen sie sich diese durch die dichten Wälder. Wirklich traumhaft!

Traumhafte Winterstraßen auf dem Weg zum Schloss Lichtenstein

Parken und Öffnungszeiten Schloss Lichtenstein

Am Schloss selbst habt Ihr die Möglichkeit etwa 50 Meter unterhalb der Eingangstür zu parken. Der Parkplatz ist jedoch kostenpflichtig, allerdings mit 2€ auch sehr günstig. Für alle Sparfüchse gibt es einige hundert Meter vor diesem einen weiteren Parkplatz, der kostenlos ist. Die Ernüchterung kam jedoch schneller als gedacht. Das Schloss hat in den Wintermonaten geschlossen. Wirklich schade, da es doch gerade in den Wintermonaten inmitten von weiß noch besser zur Geltung kommt. Damit Euch nicht dasselbe Schicksal ereilt, im Folgenden einmal die Übersicht der Öffnungszeiten.

Öffnungszeiten Schloss Lichtenstein
Quelle: https://www.schloss-lichtenstein.de

Schloss Lichtenstein Wandern und Spazieren

Rund um das Schloss befindet sich Wald und Wiese. Ein Spaziergang bietet sich daher gerade auch im Winter an und bietet immer mal wieder einen schönen Ausblick auf das Schloss Lichtentstein.Ausblick auf das Schloss Lichtenstein

Wer lieber eine längere Wanderung absolvieren möchte, für den habe ich mit >der Rundwanderung von der Nebelhöhle zum Schloss< etwas passendes gefunden.

Geschichte Schloss Lichtenstein

Ein ansehnliches, ritterliches Geschlecht, das sich bis ins 17. Jahrhundert fortgepflanzt hat, waren die Ritter von Lichtenstein. Deren Stammburg, die Burg Lichtenstein, erhob sich oberhalb von Honau unmittelbar über den Quellen der Echaz auf der Stelle des „Alten Lichtensteins“.

Den Herren von Lichtenstein (der letzte Lichtensteiner fiel 1687 im Kampf gegen die Türken) gehörten neben ihrem stattlichen Stammsitz außerdem Güter und Rechte in Honau, Ober- und Unterhausen, Holzelfingen und Kleinengstingen.

Im Verlauf der Städtekriege haben sich die Lichtensteiner verschiedentlich die Rache der Reutlinger zugezogen. Letztere haben sich der Burg bemächtigt und diese 1377 zerstört. Diese Burg wurde jedoch nicht wieder aufgebaut. Stattdessen ließ die Herrschaft Württembergs eine andere Burg Lichtenstein erbauen. Jedoch nicht auf dem Platz der alten Burg, sondern 15 Minuten entfernt auf einem von der Albwand abgerissenen Felskegel der selben Felskante.

Die um 1390 entstandene Burg galt als eine der wehrhaftesten des Mittelalters und widerstand allen Angriffen. Sie verlor jedoch im Jahr 1567 ihren Rang als Herzogsitz und verfiel. Im Jahre 1802 wurde sie bis auf die Grundmauern abgetragen und durch ein einfaches Forst- und Jagdschlösschen ersetzt, das nur wenige Meter entfernt erbaut wurde.

1837 erwarb Wilhelm Graf von Württemberg von seinem Vetter, dem König Wilhelm von Württemberg, das Forstschlösschen samt angrenzendem Besitz. Angeregt durch den Roman „Lichtenstein“ von Wilhelm Hauff, entstand 1840-42 nach Plänen des Architekten Heideloff und den Ideen des Erbauers Graf Wilhelm von Württemberg eine deutsche Ritterburg im Stil des Mittelalters. Der Neubau bezog die Mauern der alten Burg bis zum zweiten Stockwerk mit ein. Die Nebengebäude, der Burghof und eine Ringmauer mit bastionsartigen Türmen vervollständigten die Burganlage. Die Ausführungen der dekorativen Verzierungen und Wandmalereien in den Innenräumen des Schlosses übernahm Maler Eberlein aus Nürnberg.

Die schaffende, belebende Seele des Ganzen aber war „der erlauchte Bauherr mit seinen genialen Ideen stets selbst“, wie zeitgenössische Berichte vermelden. Mit besonderer Liebe und seinem Verständnis für Kunst und Heimat (Graf Wilhelm war 1. Vorsitzender des Württ. Altertumsvereins) wurden die Räume des Schlosses ausgestattet. Schloss Lichtenstein, die romantische Ritterburg im neugotischen Stil, wurde 1842 in Anwesenheit des Königs eingeweiht.

1929 wurde die „Gesellschaft bürgerlichen Rechtes der Familie Dr. Wilhelm Herzog von Urach Graf von Württemberg“ gegründet, da das angestrebte Fideikomiss, eine geschichtliche Rechtseinrichtung des Erb- und Sachenrechts, durch das Fideikomissgericht abgelehnt wurde.

Ab 1980 begannen die Restaurationsarbeiten an der Außenseite und an Turm und Dach. Im Laufe der weiteren Jahre bis 1998 fanden Arbeiten am ersten Stock und an wichtigen anderen kunsthistorischen Gebäudlichkeiten und Gegenständen statt. Ab 1998 wurde die Restaurierung der zweiten und dritten Stockwerke, gefördert durch die Wüstenrotstiftung und die Fördergemeinschaft zur Erhaltung des Schlosses Lichtenstein e.V. durchgeführt.

Quelle: https://www.schloss-lichtenstein.de/de/geschichte-familie/geschichte

Das war es dann auch schon wieder mit meinem Baden-Württemberg Ausflug. Fallen Euch noch Orte ein, die ich unbedingt hätte mitnehmen müssen?

Liebe Grüße
Stefan „BinMalKürzWeg“ Kürzinger

17 Kommentare zu „Schloss Lichtenstein Wandern und Fotografie

Gib deinen ab

  1. Hallo Meister Kürzinger.

    Toller Beitrag und tolle Bilder. Wie immer. Ich glaube für deinen nächsten BW-Trip solltest du Schloss Sigmaringen und Burg Hohenzollern vormerken. Denke die machen sich gut vor deiner Kamera und liegen nicht wirklich weit weg voneinander.

    Schöne Restfeiertage.

    Gruß Patrick

    1. Oh ja, die Burg Hohenzollern wurde mir bereits empfohlen, dass Schloss kannte ich noch gar nicht, danke für den Tipp! 🙂 Vielen Dank und dir auch schöne Feiertage 🙂
      LG Stefan

  2. Und wieder ein besonders schöner Beitrag mit großartigen Fotos. Vielen Dank dafür, es ist eine Freude, Deine Berichte zu lesen.Interessant auch die Geschichte der Familie Lichtenstein. Wäre noch interessant, ob diese mit anderen Adelsfamilien Lichtenstein bzw. Liechtenstein verwandt sind. In Mähren ist mir einmal eine Liechtenstein-Dynastie aufgefallen. Aber solcher gibt es vieler …
    Enstschuldige, dieser Ausflug in die Geschichte ist vielleicht zu weit hergeholt, dabei wollte ich nur Deinen Beitrag lobend betrachten.
    Mit lieben Grüßen,
    Leopold

    1. Das freut mich sehr, dass es dir gefällt Leopold! Vielen Dank für deine Worte und noch schöne restliche Feiertage und einen guten Rutsch! 🙂

  3. Mein Mann und ich haben über Fronleichnam drei Tage in Bad Urach verbracht und uns die gleichen Ziele ausgesucht, die auch Du besucht hast. Dass der Wasserfallsteig einer der schönsten Wanderwege Deutschlands ist, hat uns nicht gewundert… Wir werden ihn 2018 nochmal gehen!

    Zum Fotografieren bietet sich ebenfalls die Altstadt an. Fachwerkhaus an Fachwerkhaus und einfach „Urig“. Da haben wir abends Fotos gemacht wenn alles beleuchtet ist… Großartig!

    Die Burgruine Hohenurach ist auf jeden Fall auch einen Ausflug wert. Die Aussicht von dort oben ist wunderschön.

    Wir freuen uns schon jetzt wieder auf vier Tage Bad Urach an Fronleichnam 2018 – ein herrliches Fleckchen Erde!

    Liebe Grüße aus dem Siegerland,
    Sandra

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von Anders Noren.

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