Lifestyle in Marrakesch – Leben in den Straßen von Marrakesch

Frisch zurück in Deutschland werde ich euch von meinen Eindrücken aus Marrakesch in Marokko berichten. Insbesondere auf die Kultur und den Lifestyle in Marrakesch möchte ich hierbei besonders eingehen. Einen zweiten Beitrag wird es dann zur Architektur in den nächsten Tagen geben.

Zugegebenermaßen bin ich sehr unvorbereitet nach Marrakesch gereist und war daher auch dementsprechend unvoreingenommen gegenüber der fremden Kultur.

Lifestyle in Marrakesch – Kultur

Grundsätzlich haben wir so gut wie alle Leute dort als freundliche und offene Menschen kennengelernt. Hilfsbereitschaft – wenn auch öfter mal nicht ganz uneigennützig (Trinkgeld) – gehört zum guten Ton. Aufdringlichkeit gerade bei den Verkäufern ist dann wohl eher subjektiv, gehört halt dazu, aber bei einem klaren aber freundlichen ‚Nein‘ ist das Thema auch schnell erledigt. Auch wenn die Bedingungen in der staubigen Stadt nicht gerade optimal sind, spielt Sauberkeit ebenfalls eine wichtige Rolle. Die zahlreichen Stände werden laufend abgestaubt und durchgewischt und auch die Straßen durchgespült. Eine Einstellung, die wir in den paar Tagen vor Ort erlebt haben, hat uns jedoch besonders fasziniert: Die positive Lebenseinstellung der Marokkaner und die Tatsache, dass die Menschen dort mit (objektiv betrachtet) weniger schlichtweg glücklicher sind bzw. scheinen als viele von uns und dies auch offen nach außen tragen.

Lifestyle in Marrakesch – Kleidung

Fortbewegungsmittel Nummer eins - Lifestyle in Marrakesch

Erwartungsgemäß waren gerade die älteren Damen überwiegend in lange Gewänder mit Kopftuch gekleidet, die jüngeren tendenziell „westlich“. So auch der Trend bei den Männern, die älteren doch oft (noch) in lange Gewänder gekleidet, die jüngeren dann wieder „westlich“ oder oft auch in Fußballtrikots. Ein Muss gibt es jedoch egal für wen: Offene Schuhe!

Kleidung in Marokko - Lifestyle in Marrakesch

Lifestyle in Marrakesch – Fortbewegung

Fortbewegungsmittel Nummer eins dürfte wohl unumstritten das Mofa bzw. der Roller sein. Hupen ist kein Ausdruck des Ärgers sondern ein „Achtung hier komme ich mit Vollgas und ich bremse nicht für euch“. Vielleicht nicht die beste Umgebung für schreckhafte Menschen. (Laura) Natürlich zählt auch das Auto zu den bevorzugten Fortbewegungsmitteln, diese sind jedoch nicht durch die engen Gassen zu steuern und daher im Zentrum der Altstadt nicht gerade sinnvoll. Lieferungen werden daher oft auch mit Eseln und Sackkarren transportiert.

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Lifestyle in Marrakesch – Arbeit

Ich würde einmal behaupten der „Hauptarbeitgeber“ bzw. eher Ort sind die Souks, die Einkaufsgassen von Marrakesch. Die Verkäufer wohnen oft außerhalb und starten ihren Arbeitstag bereits früh morgens. Die Ware entsprechend positioniert beginnt der anstrengende und vor allem lange Tag, der bis in die späten Abendstunden geht. Ein wahrlich anstrengender Tag. Da lernt man unseren Alltag doch wieder ein wenig mehr zu schätzen. Geht man etwas abseits der beliebten Touristengassen kann man auch mal hier und da einen Einblick in die Arbeitswelt erhaschen.


Gerberei in der Altstadt - Lifestyle in Marrakesch
Holzfabrik in den Souks - Lifestyle in Marrakesch

Alles in allem eine wirklich spannende Kultur und eine absolute Reiseempfehlung. Wir haben uns die ganze Woche sehr wohl gefühlt und würden die Reise auch jedem empfehlen. Wart ihr bereits in Marrakesch oder einen anderen Stadt in Marokko? Habt ihr die Kultur dort anders wahrgenommen?

Stefan „BinMalKürzWeg“ Kürzinger
Meine Reisetipps für Kos, Griechenland

19 Kommentare zu „Lifestyle in Marrakesch – Leben in den Straßen von Marrakesch

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  1. Ihr habt gelungene Fotos von den Menschen dort geschossen, und dadurch ein Stück der Atmosphäre von Marrakesch abbilden können! Was das „NEIN“ angeht zu aufdringlichen Strassenverkäufern: leider haben wir da die Erfahrung gemacht, dass eben dieses Nein nicht ausreicht, und man doch sehr, sehr massiv werden muss, damit man in Ruhe gelassen wird. Uns hat das unglaublich gestört.
    In Rabat hingegen ist es diesbezüglich wesentlich entspannter. Vielleicht, weil die Stadt nicht so touristisch ist wie Marrakesch. Übrigens, wenn Ihr Lust habt, hier meine kleine Geschichte zu Marokko:

    https://federfluesterin.wordpress.com/2010/08/22/marokkanische-achtsamkeit/

    Eure Federfluesterin

    1. Ja definitiv, hatten uns extra die ganze Woche Zeit genommen um Marrakech zu erkunden. Man kann sicherlich alles in 2-3 Tagen sehen, aber die Kultur lernt man da nicht wirklich kennen.
      Beste Grüße Stefan

  2. Wunderschöne Bilder, danke! Ich habe für die Zeit im Soukh einen Führer engagiert, das kostet fast nichts, er hat alle aufdringlichen Verkäufer abgewimmelt.

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von Anders Noren.

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